Minister Crumbach: Weitere Ausdünnung im Regionalverkehr von Brandenburg denkbar

Die Haushaltslage ist auch in Brandenburg angespannt. Im Regionalverkehr auf der Schiene ist nicht alles Wünschenswerte machbar, betont Landesverkehrsminister Crumbach.

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) schließt weitere Angebotskürzungen im Regionalverkehr des Bundeslandes nicht aus. „Wir wollen den vorhandenen Verkehr sichern. Aber das schließt Nachjustierungen in einzelnen Bereichen nicht aus“, sagte er der Märkischen Oderzeitung (MOZ). „Wenn wir feststellen, dass wir Züge haben, die in Randzeiten nur von ein oder zwei Personen genutzt werden, muss man sich fragen, ob der Verkehr nicht anders organisiert werden kann. Aber wir reden hier nicht von großen Abbestellungen.“

Taktverdichtungen auf bestimmten Strecken wie nach Rathenow oder Neuruppin schloss Crumbach zudem aus. „Wir können uns nicht alles leisten, was wünschenswert wäre. Das ist so“, betonte er. Natürlich seien solche Taktverbesserungen wünschenswert. „Aber man muss auch anerkennen, dass das Land Brandenburg mit der Bahn sehr gut erschlossen ist und wir auf einem hohen Niveau leben.“

Auch bei Ausbauprojekten, die im Projektpaket i2030 festgeschrieben sind, bremste Crumbach. Zwar werde keines dieser Vorhaben abgeblasen. „Aber wir werden manches in die Warteschleife setzen.“

dpa / EVN