Das von Bayerns Ministerpräsident Söder vorangetriebene Projekt einer Magnetschwebebahn in Nürnberg ist vom Tisch. Für das Messegelände gibt es aber eine neue Idee.
Die Pläne für eine Magnetschwebebahn in Nürnberg sind erst einmal Geschichte. Stattdessen soll die Straßenbahn auf der gesamten Strecke zwischen Technischer Universität und Südklinikum verlängert werden. Darauf haben sich CSU und SPD in ihren Gesprächen zur erneuten Kooperation in der neuen Stadtratsperiode geeinigt, wie CSU-Fraktionschef Andreas Krieglstein sagte. Für die Magnetschwebebahn gebe es jedoch eine andere Idee.
Das Projekt hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei seiner ersten Regierungserklärung nach der Landtagswahl im Dezember 2023 angekündigt und vorangetrieben. Der Freistaat hatte auch den Großteil der Kosten für eine Machbarkeitsstudie dazu übernommen. Diese war allerdings zu dem Schluss gekommen, dass der Bau der Magnetschwebebahn zwar ähnlich teuer wie die Verlängerung der Straßenbahn gewesen wäre – der Nutzen für die Fahrgäste aber geringer.
Vorzeigeprojekt auf dem Messegelände
Als Alternative schwebt der CSU nach Angaben von Krieglstein nun eine Schwebebahn als Vorzeigeprojekt auf dem Nürnberger Messegelände vor, wo derzeit Busse unterwegs sind. “Die halten wir nicht mehr für zeitgemäß”, sagte er. Die Nürnberger Nachrichten hatten zunächst über die Einigung im Kooperationsvertrag berichtet. Dieser soll am Montag offiziell vorgestellt werden.
Diese Idee wolle man dem Hersteller Max Bögl und der Messe nun vorschlagen, sagte Krieglstein. Die oberpfälzische Firmengruppe hat bisher nur zwei Teststrecken in Betrieb: eine am Firmensitz in Sengenthal (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) und eine weitere im chinesischen Chengdu. Diese hatte sich Söder 2024 bei einer China-Reise angesehen.
dpa / EVN
