Baustart am Westkreuz: Deutsche Bahn beseitigt Engpass im Münchner S-Bahn-Netz

Mit dem Baustart am Westkreuz treibt die Deutsche Bahn den Ausbau der Münchner S-Bahn voran. Ein zentrales Infrastrukturprojekt soll Engpässe auflösen, den Betrieb stabilisieren und die Kapazität im Netz deutlich erhöhen.

Die Deutsche Bahn hat mit dem Bau der sogenannten Netzergänzenden Maßnahme 13 am Münchner Westkreuz begonnen. Das Projekt ist Teil der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in der bayerischen Landeshauptstadt und soll durch ein Überwerfungsbauwerk künftig eine kreuzungsfreie Führung der S-Bahnen ermöglichen.

Derzeit kreuzen sich am Westkreuz mehrere S-Bahn-Linien, was zu betrieblichen Verzögerungen führen kann. Mit der neuen Infrastruktur sollen die Linien unabhängig voneinander verkehren, wodurch ein stabilerer Betrieb sowie dichtere Taktungen, darunter ein 15-Minuten-Takt und zusätzliche Expressverbindungen, ermöglicht werden.

Neben dem Ausbau der Schieneninfrastruktur umfasst das Projekt auch Anpassungen im Straßenraum. Die Stadt München plant ab 2027 den Ausbau der Bodenseestraße, um die Verkehrssicherheit für Auto-, Rad- und Fußverkehr zu verbessern.

Die Bauarbeiten sollen weitgehend unter laufendem Betrieb erfolgen, erfordern jedoch zeitweise Sperrungen mit Ersatzverkehr. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Insgesamt investieren Bund, Freistaat Bayern, die Stadt München und die Deutsche Bahn rund 110 Millionen Euro in das Projekt. Die zweite S-Bahn-Stammstrecke soll zwischen 2035 und 2037 in Betrieb gehen.

EVN