Brenner-Nordzulauf: CSU-Fraktion fordert neue Priorisierung der Auswahltrassen


MÜNCHEN | Per Dringlichkeitsantrag setzen sich Politiker der CSU in Bayern dafür ein, dass die Deutsche Bahn die geplante Vorzugsstrecke für den Brenner-Nordzulauf neu priorisiert.

  PTO   Konkret fordert die Landtagsfraktion der Christsozialen, dass bevorzugt die bestandsnahen Trassen ausgebaut werden sollen, Lärmschutzvorschriften wie bei Neubaustrecken gelten sollen und bevorzugt unterirdische Lösungen geprüft werden.

So soll im Abschnitt zwischen Grafing und Ostermünchen die bestandsnahe Trasse „Türkis“ genutzt werden, zwischen Trudering und Grafing Lärmschutz wie bei Neubaustrecken zum Einsatz kommen und unterirdische Lösungen geprüft werden. Auch der Inn nördlich von Rosenheim soll bevorzugt unterirdisch gequert werden. Zudem soll es unterirdische Trassen in Riedering und Rohrdorf geben und eine unterirdische Verknüpfungsstelle im südlichen Inntal.

Dazu der verkehrspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Jürgen Baumgärtner: „Wir wollen dass der Bund als Auftraggeber die Bahn hier in die Pflicht nimmt, die beste und verträglichste Lösung für die Bürger vor Ort zu bevorzugen. Denn der Brenner-Basistunnel ist das Fundament der Verkehrswende im Alpenraum.“

Dazu der Ebersberger Stimmkreisabgeordnete und Initiator des Dringlichkeitsantrags, Thomas Huber: „Bei diesem Mammutprojekt haben viele Menschen einfach Angst um ihre Heimat. Angst vor unzumutbaren Lärm, vor unnötigem Flächenverbrauch und der Zerstörung von Umwelt und Natur. Deshalb müssen die für Mensch und Umwelt bestmöglichen Lösungen gefunden werden, die auch vor Ort akzeptiert werden. Denn: der Brennerbasistunnel ist ein europäisches Projekt von herausragender Bedeutung, erhöht aber zugleich mit dem Brenner-Nordzulauf die Verkehrsbelastung und betrifft zigtausende Menschen zwischen München und Kiefersfelden.“

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Textquelle: CSU
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