Bundesverkehrsminister und ukrainischer Botschafter verabschieden weiteren Hilfsgüterzug


BERLIN | Die Deutsche Bahn hat einen weiteren Containerzug mit Hilfsgütern für die Ukraine auf den Weg gebracht. 

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta verabschiedeten den Transport am Donnerstag im Berliner Westhafen. Er hat unter anderem Lebensmittel und medizinisches Material geladen.

Erster Stopp ist die Gemeinde Seddiner See bei Potsdam. Dort kommen sämtliche Container mit Hilfsgütern aus dem ganzen Bundesgebiet an und werden zu langen Güterzügen zusammengestellt, die dann weiter über Polen in die Ukraine rollen sollen, wie die Bahn mitteilte. Die Container aus Berlin sind demnach Teil des siebten Hilfstransports seit Beginn des russischen Angriffs vor einem Monat.

„Wir sind dankbar dafür, dass die Bundes- und Landespolitik auf unser Bitten reagiert haben, diesen Versorgungskorridor aufzubauen“, sagte Botschafter Melnyk nach der Abfahrt. Jeder Zug in Richtung Ukraine transportiert laut Angaben der Bahn 22 bis 30 Container. Längere Züge seien möglich, sagte Bahn-Güterverkehrschefin Nikutta.

„Selbstverständlich ist die Fahrt auf ukrainischem Gebiet eine riskante Fahrt“, sagte Minister Wissing am Donnerstag. Lokführer und Zugbegleiter nähmen erhebliche Risiken auf sich. „Das ist außerordentlich anerkennenswert“, so der Politiker. Die Züge aus Deutschland werden laut Bahn in Polen umgeladen und in verschiedene Terminals in der Ukraine weiter geleitet. Dort sorgten Nichtregierungsorganisationen für die weitere Verteilung in die jeweiligen Hilfslager.


dpa | Foto: DB AG / Pablo Castagnola
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