Schleswig-Holsteins Verkehrsminister favorisiert große Lösung für Bahnknoten Elmshorn


TORNESCH | Beim geplanten Ausbau der S4-West zwischen Pinneberg und Elmshorn plant Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) mit vier Fernverkehrs-Gleisen am Knotenpunkt Elmshorn.

Das sei das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, teilte Buchholz am Mittwoch anlässlich einer Bürger-Informationsveranstaltung in Tornesch (Kreis Pinneberg) mit. „Um in diese Richtung auch rasch voranzukommen, sind wir bereit, als Land die Mehrkosten vorerst selbst zu schultern.“

Nach Angaben des Ministers sind im Bundesverkehrswegeplan für den Großknoten Hamburg verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Kapazität und der Betriebsqualität vorgesehen. Darunter sei ein drittes Bahnsteiggleis in Elmshorn. Zu Auswahl stehen demnach eine Variante mit einem zusätzlichen Außenbahnsteig und eine Variante mit zwei Mittelbahnsteigen.

Das Bundesverkehrsministerium präferiere die günstigere Variante, erklärte Buchholz. Damit die Bahn aber die Variante mit den Mittelbahnsteigen weiterplanen könne, werden das Land die zusätzlichen Planungskosten von rund einer halben Million Euro übernehmen. Die Machbarkeitsstudie habe festgestellt, dass ein Ausbau der Bahnstrecke mit zwei zusätzlichen Fernbahngleisen wesentlich größere betriebliche Vorteile gegenüber der bisher favorisierten Variante mit ein bis zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleisen habe. Vor einer endgültigen Entscheidung über die Ausbauvariante stehe aber noch eine Gesamtabwägung der Infrastrukturvarianten durch den Nahverkehrsverbund NAH.SH.


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