TSA liefert Motoren für Instandhaltungsloks der Pariser Metro

Im Pariser Metronetz sollen neue Speziallokomotiven Arbeiten an Gleisen, Weichen und Tunneln unterstützen. Ihre Motoren kommen aus Österreich und sind für Einsätze ausgelegt, bei denen die Stromschiene zeitweise abgeschaltet ist.

Für neue Instandhaltungslokomotiven der Pariser Metro kommen Traktionsmotoren aus Österreich zum Einsatz. Die ersten Motoren seien im Oktober an Stadler ausgeliefert worden, teilte Traktionssysteme Austria (TSA) mit. Sie kommen in den Speziallokomotiven für die Régie Autonome des Transports Parisiens ab 2027 zum Einsatz. TSA hatte im Juni 2025 einen Auftrag über 45 Motoren für vierachsige Fahrzeuge erhalten.

Die rund 15 Meter langen, normalspurigen Lokomotiven könnten einzeln rund 120 Tonnen ziehen, in Doppeltraktion rund 240 Tonnen. Die Fahrzeuge kommen künftig auf dem rund 245 Kilometer langen und 14 Linien umfassenden Metronetz zum Einsatz. Sie verfügen laut Mitteilung über einen kombinierten batterie-elektrischen Antrieb und können im Regelbetrieb über eine 750-Volt-Stromschiene versorgt werden. Bei abgeschalteter Stromschiene könnten sie für Wartungs- und Baustelleneinsätze auf Batteriebetrieb wechseln; die Batterien würden anschließend über die Stromschiene geladen.

Die Motoren des Typs TMF 42-38-4 leisten rund 200 Kilowatt, wiegen 580 Kilogramm und sind mit redundanten Temperatursensoren sowie nachschmierbaren Hybridlagern mit keramischen Wälzkörpern ausgestattet.

EVN