Im vergangenen Jahr nutzten mehr Menschen Bus und Bahn im Nahverkehr. Besonders ein viel geschmähter Verkehrsträger legt im Zehnjahresvergleich deutlich zu.
Die Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr häufiger Busse und Bahnen im Nahverkehr genutzt. Die Verkehrsträger Eisenbahn und Bus verzeichneten jeweils einen Zuwachs von rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
In den Straßenbahnen ergab sich hingegen keine Veränderung. Hier waren 3,9 Milliarden Menschen unterwegs mit einer durchschnittlichen Wegstrecke von gut 4 Kilometern.
Die Eisenbahnen beförderten im Nahverkehr rund 2,8 Milliarden Fahrgäste. Das waren zehn Prozent mehr als 2015, die zudem durchschnittlich längere Strecken von 23 Kilometern zurücklegten. Daraus ergibt sich im Zehnjahresvergleich eine um 21 Prozent gestiegene Verkehrsleistung für die Bahn.
Die Busse im Liniennahverkehr bedienten rund 5,5 Milliarden Passagiere. Das war nur 1 Prozent mehr als im Jahr 2015. Die durchschnittliche Fahrtlänge betrug nahezu unverändert sieben Kilometer.
Neben der Jahresauswertung hat das Bundesamt auch bereits eine Statistik für das erste Halbjahr 2026 präsentiert. Danach haben Eisenbahn und Tram jeweils rund 1 Prozent mehr Menschen transportiert als im Vergleichszeitraum 2025. Die Busse legten um 2 Prozent zu. Rückgänge wurden im Schienenfernverkehr registriert.

dpa
