Sechs neue Elektro-FLIRT für das Aostatal ausgeliefert

Sechs neue vollelektrische FLIRT-Züge von Stadler sollen künftig im Aostatal zum Einsatz kommen. Mit der Elektrifizierung der Strecke Turin–Aosta sollen jährlich mehr als 500.000 Liter Diesel eingespart werden.

Stadler hat sechs neue vollelektrische FLIRT-Züge für den Regionalverkehr im italienischen Aostatal ausgeliefert. Nach Angaben des Unternehmens wurden die Fahrzeuge am Bahnhof Torino Porta Nuova vorgestellt und sollen schrittweise im Regionalnetz eingesetzt werden. Die vierteiligen Züge bieten jeweils 236 Sitzplätze, erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und sind mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.

Mit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Turin und Aosta könnten laut Stadler jährlich mehr als 500.000 Liter Diesel eingespart werden. Die neuen Fahrzeuge ergänzen fünf bereits im Aostatal eingesetzte bimodale FLIRT-Züge, die seit 2015 Teil der Zusammenarbeit zwischen Stadler und der Region sind. Die Elektrozüge verfügen unter anderem über Mehrzweckbereiche für Fahrräder und Skiausrüstung sowie vier breite Niederflurtüren je Fahrzeugseite.

Die Fahrzeuge wurden im polnischen Siedlce gefertigt und speziell für den Einsatz im alpinen Streckennetz ausgelegt. Nach Angaben von Stadler sorgen leichte Aluminiumwagenkästen und reduzierte Achslasten für die Kompatibilität mit dem bestehenden Streckennetz. Stadler übernimmt gemeinsam mit dem Bahnbetreiber Trenitalia zudem fünf Jahre lang die Wartung der neuen Flotte.

Die Inbetriebnahme soll schrittweise erfolgen und von den im Verkehrsvertrag vorgesehenen Betriebsabläufen sowie dem Fortschritt der Elektrifizierungsarbeiten auf der Strecke Ivrea–Aosta abhängen.

EVN