Der Tarifstreit zwischen Saarbahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dauert an. Am Freitagmorgen wurde wieder gestreikt – und wenig später kam der nächste Aufruf.
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Fahrgäste der Saarbahn benötigten erneut Geduld: Ab dem Mittag begann schon der zweite Streik innerhalb eines Tages. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte für 12.00 Uhr zu einem weiteren Ausstand aufgerufen, der um 14.00 Uhr beendet wurde. Am Morgen war bereits von 6.00 bis 8.00 Uhr gestreikt worden.
Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Wochen immer wieder zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Hintergrund ist ein schon seit mehreren Monaten andauernder Tarifkonflikt.
Die Saarbahn befördert nach eigenen Angaben jährlich fast 35 Millionen Fahrgäste in Saarbrücken und im Regionalverband und fährt grenzüberschreitend bis ins lothringische Sarreguemines in Frankreich. Ihre Tram-Trains verkehren sowohl in der Stadt als auch im Umland.
GDL weist Vorwürfe von KAV Saar und Saarbahn zurück
Die GDL weist Vorwürfe von KAV Saar (Kommunaler Arbeitgeberverband Saar) und Saarbahn zurück, ihre Mitglieder würden für eine bundespolitische Agenda oder persönliche Interessen des GDL-Bundesvorsitzenden instrumentalisiert. Im Mittelpunkt des Tarifkonflikts stehe vielmehr die Forderung der Lokomotivführer nach einem eigenständigen Tarifvertrag und der gewerkschaftlichen Selbstbestimmung, hieß es laut Mitteilung. Die Gewerkschaft kritisiert, die Arbeitgeberseite versuche, diesen Kern der Auseinandersetzung zu verschleiern und Beschäftigte sowie Gewerkschaft gegeneinander auszuspielen. Hinweise auf Bestandsschutz seien kein Ersatz für eine eigenständige tarifliche Weiterentwicklung. Die GDL betont die aus ihrer Sicht bisherige Verhandlungsbereitschaft und weist die Darstellung zurück, sie habe sich einer Einigung verweigert. Zur Beilegung des Konflikts fordert sie eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.

EVN / dpa
