Einsatzkräfte trainieren Rettungsmaßnahmen im Ceneri-Basistunnel

Rund 150 Einsatzkräfte und Statisten haben einen Zugbrand im Ceneri-Basistunnel simuliert. Getestet wurden unter realitätsnahen Bedingungen unter anderem Alarmierung, Evakuierung, Bergung und die Zusammenarbeit der Rettungsdienste.

Im Ceneri-Basistunnel im Schweizer Kanton Tessin ist eine großangelegte Rettungsübung durchgeführt worden. Nach Angaben der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) beteiligten sich rund 100 Rettungskräfte und 50 Statisten an der Übung. Simuliert wurde ein durch einen technischen Defekt ausgelöster Brand im Führerstand des Lokführers eines Giruno-Zuges während der Fahrt durch den Tunnel. Dabei wurden Feuer, dichter Rauch, eine Notbremsung und mehrere verletzte Personen dargestellt.

Getestet wurden insbesondere die Alarmierung, die Evakuierung und Bergung sowie die Zusammenarbeit zwischen SBB, Kantonspolizei und kantonalen Rettungsdiensten. Die Übung fand während eines geplanten Wartungsfensters in der Nacht zum Sonntag statt, um Beeinträchtigungen für den regulären Bahnverkehr zu vermeiden.

Nach einer ersten Auswertung bewerteten die Beteiligten den Ablauf positiv, identifizierten jedoch auch mögliche Verbesserungen. Die SBB führen in den Basistunneln Ceneri und Gotthard regelmäßig Rettungsübungen durch.

EVN