Die Erhöhung der staatlichen Förderung reicht nach Ansicht der EVG nicht aus. Die Gewerkschaft begrüßt die zusätzlichen 84 Millionen Euro für den Einzelwagenverkehr, fordert für 2027 jedoch mindestens 350 Millionen Euro und eine gezieltere Ausgestaltung der Förderung.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) begrüßt die angekündigte Aufstockung der Förderung für den Einzelwagenverkehr um bis zu 84 Millionen Euro. Die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay erklärte, damit werde der Einzelwagenverkehr vorerst abgesichert. Für 2027 seien jedoch mindestens 350 Millionen Euro erforderlich, damit das Angebot fortbestehen könne.
Nach Darstellung der EVG seien bei einem Wegfall des Einzelwagenverkehrs auch Arbeitsplätze unter anderem in der Stahl- und Chemieindustrie gefährdet. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine dauerhafte Sicherung der Förderung. Zudem solle die Förderung künftig gezielter den tatsächlichen Einzelwagenverkehr unterstützen und weniger nach dem Gießkannenprinzip vergeben werden.
Das Bundesverkehrsministerium hatte am Freitag die zusätzlichen Fördermittel angekündigt. Sie sollen Eisenbahnverkehrsunternehmen auf bundeseigenen und nicht bundeseigenen Schienennetzen offen stehen und Anreize für den Erhalt des Einzelwagenverkehrs sowie für zusätzliche Verkehrsverlagerungen auf die Schiene schaffen.

EVN
