Die SBB plant die Einführung eines neuen digitalen Bahnleitsystems ab den 2030er-Jahren. Bis zur Ablösung des bestehenden Systems Iltis wird der Vertrag mit Siemens für dessen technische Betreuung verlängert.
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bereiten die Beschaffung eines neuen digitalen Bahnleitsystems vor. Das neue System soll ab den 2030er-Jahren schrittweise eingeführt werden und den Bahnverkehr leistungsfähiger sowie stabiler machen, teilte das Unternehmen mit. Den Angaben zufolge soll das künftige Leitsystem eng mit digitalen Stellwerken und dem Fahrplansystem vernetzt sein sowie internationalen Standards entsprechen.
Die Ausschreibung für die Beschaffung soll ab 2027 nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungsrechts erfolgen. Bis zur Einführung des Nachfolgesystems bleibe das seit mehr als 30 Jahren eingesetzte Leit- und Informationssystem, kurz Iltis, in Betrieb. Um den zuverlässigen Betrieb bis zur Ablösung sicherzustellen, habe die SBB den Vertrag mit Siemens für die technische Betreuung des bestehenden Systems verlängert.
Nach Angaben der SBB beläuft sich der maximale Kostenrahmen für die technische Betreuung von Iltis bis spätestens 2045 auf 280 Millionen Schweizer Franken. Ein Wechsel des Anbieters komme nach Darstellung des Unternehmens nicht infrage, da Siemens das System entwickelt habe und über die erforderlichen Rechte sowie das technische Know-how verfüge. Die Leistungen sollen von Siemens Mobility Schweiz in Wallisellen erbracht werden.
Die SBB will das neue Bahnleitsystem bereits bis Anfang der 2040er-Jahre vollständig einführen, wodurch sich die Aufwendungen für das bestehende System entsprechend verringern würden, hieß es.

EVN
