Verzögerungen beim Bahnprojekt – Kommt Stuttgart 21 erst 2031?

Neue Berichte nähren Zweifel am Zeitplan von Stuttgart 21: Medien zufolge könnte der Bahnknoten erst Ende 2031 vollständig in Betrieb gehen. Die Deutsche Bahn verweist auf eine angekündigte Neubewertung Ende Juni.

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Mehrere Medienberichte deuten auf eine erneute Verzögerung beim Bahnprojekt Stuttgart 21 hin. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung könnte die vollständige Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs erst Ende 2031 erfolgen. Der Südwestrundfunk (SWR) berichtet unter Berufung auf Kreise der Projektpartner ebenfalls von einer Verschiebung auf Dezember 2031.

Die Deutsche Bahn bestätigte die Berichte bislang nicht. Ein Sprecher des Konzerns erklärte, man äußere sich nicht zu Spekulationen. Stattdessen solle die Öffentlichkeit nach der Sitzung des Stuttgart-21-Lenkungskreises am 26. Juni über ein neues Inbetriebnahmekonzept informiert werden.

Den Berichten zufolge plant die Bahn eine gestaffelte Inbetriebnahme einzelner Projektbestandteile. Erste Entlastungen für Reisende könnten demnach bereits Ende 2027 spürbar werden. Eine vollständige Fertigstellung des Durchgangsbahnhofs würde sich jedoch deutlich weiter verzögern als bislang vorgesehen. Ursprünglich war die Eröffnung von Stuttgart 21 bereits für 2025 geplant, später wurde der Termin auf 2026 verschoben.

Als Gründe für die mutmaßlichen Verzögerungen werden laut Medienberichten erhebliche Probleme im Projektmanagement sowie organisatorische Defizite innerhalb der zuständigen Projektgesellschaft genannt. Auch in der Landesregierung von Baden-Württemberg gelte eine Inbetriebnahme vor 2031 demnach als unwahrscheinlich.

Stuttgart 21 zählt seit Jahren zu den kontroversesten Infrastrukturvorhaben Deutschlands. Das Projekt umfasst den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof sowie umfangreiche Neu- und Ausbaustrecken. Neben wiederholten Bauverzögerungen sorgten insbesondere steigende Kosten für Kritik: Die ursprünglich veranschlagten rund 2,5 Milliarden Euro haben sich inzwischen auf mehr als elf Milliarden Euro erhöht.

EVN