SBB: Bauarbeiten für neues Instandhaltungswerk kommen gut voran

Die SBB treiben den Bau ihrer neuen Zugwerkstatt in Arbedo-Castione voran. Das rund 755 Millionen Franken teure Projekt soll Mitte 2028 in Betrieb gehen und die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen bündeln.

Die Bauarbeiten für das neue Eisenbahnindustriewerk (NSIF, New Railway Industrial Facility) in Arbedo-Castione kommen gut voran, wie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) am Donnerstag informierten. Das Werk soll Mitte 2028 den Betrieb aufnehmen; die Investitionskosten liegen bei rund 755 Millionen Franken. Nach Angaben der SBB soll das NSIF zu einem schweizweit einzigartigen Kompetenzzentrum für digitalisierte Eisenbahninstandhaltung werden.

Künftig sollen dort unter anderem die Personenzüge Giruno, Astoro und Flirt TILO sowie ältere Lokomotiven gewartet werden. In wenigen Jahren werden dort rund 360 Mitarbeiter und 80 Auszubildende am Standort tätig sein. Die Bauarbeiten an Gleisen und Gebäuden verlaufen den Angaben zufolge planmäßig. Ein Großteil der rund zehn Kilometer neuer oder modernisierter Gleise ist bereits verbaut, während am Werksgebäude unter anderem Fassaden, Fundamente und die künftige Zugwaschanlage entstehen.

Die SBB beziffern den bisherigen Materialeinsatz auf rund 27.000 Kubikmeter Beton und 3.000 Tonnen Stahl, was 60 bzw. 40 Prozent der geplanten Gesamtmenge entspricht. Mit dem neuen Werk sollen Generalüberholungen, Leichtwartung, Komponentenaufbereitung, Reinigung und Abstellung von Fahrzeugen an einem Standort zusammengeführt werden. Nach Einschätzung der SBB soll dies betriebliche Synergien schaffen, die Organisation effizienter gestalten und die Servicequalität langfristig verbessern.

Die organisatorische Vorbereitung für die Verlagerung der Aktivitäten aus Bellinzona läuft bereits parallel zum Bau. Der physische Umzug der einzelnen Bereiche soll ab Mitte 2028 schrittweise beginnen und Ende 2029 abgeschlossen werden.

EVN