Trotz steigender Fahrgastzahlen verzeichnen die ÖBB einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis. Vor allem die schwache Konjunktur belastet den Güterverkehr.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben im Jahr 2025 einen Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnet, gleichzeitig jedoch einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis vor Steuern (EBT) gemeldet. Wie das Unternehmen mitteilte, nutzten insgesamt 559 Millionen Menschen die Züge und Busse der ÖBB, ein Plus von rund 1,4 Prozent bzw. 7 Millionen Fahrgäste mehr im Vergleich zum Vorjahr.
Während der Personenverkehr erneut positive Ergebnisse lieferte, wurde der Güterverkehr durch die anhaltende Industrierezession belastet. Die Transportleistung ging zurück, zudem führten Sondereffekte und Marktverwerfungen zu einem negativen Ergebnis in diesem Segment. Insgesamt sank das Konzernergebnis vor Steuern um 40 Prozent auf rund 68 Millionen Euro.
Die ÖBB verweisen zugleich auf steigende Umsätze und ein moderat wachsendes operatives Ergebnis. Investitionen in Infrastruktur, Fahrzeuge und erneuerbare Energieprojekte wurden trotz Sparvorgaben fortgesetzt. Zu den größten Projekten zählen unter anderem der Ausbau zentraler Bahnstrecken sowie die Modernisierung der Flotte.
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen wieder steigende Fahrgastzahlen sowie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, insbesondere durch Maßnahmen zur Stärkung des Güterverkehrs.
EVN
