Eine Bahnverbindung mit historischer Bedeutung: Die Bayerische Regiobahn hat gemeinsam mit der Gemeinde Eresing und der Erzabtei St. Ottilien einen Regionalzug auf den Namen des Benediktinerklosters getauft. Dahinter steckt eine besondere Geschichte des Bahnhofs.
Ein Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB) trägt künftig den Namen „St. Ottilien“. Der Triebwagen wurde gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Eresing und der Erzabtei St. Ottilien getauft, wie das Unternehmen mitteilte. Bei der Feier segnete Erzabt Wolfgang Öxler das Fahrzeug. Bürgermeister Michael Klotz und BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann hoben die Bedeutung der Bahnverbindung für die Region hervor.
Der Bahnhof St. Ottilien ist eng mit der Geschichte des Klosters verbunden. Der Überlieferung nach soll sein Standort bei einer Schafkopfrunde zwischen Patres und Eisenbahnvertretern festgelegt worden sein. Über den Bahnhof seien früher Waren und Hilfsgüter bis zum Hamburger Hafen transportiert und von dort in die Missionsgebiete verschifft worden. Eine historische Wellblechhütte und das Empfangsgebäude erinnern an diese Zeit; beide stehen unter Denkmalschutz. Zum Abschluss der Zugtaufe überreichte die BRB Erinnerungsurkunden an die Gemeinde Eresing und die Erzabtei St. Ottilien.

EVN
