Wer unterwegs telefonieren oder im Internet surfen möchte, ist auf einen guten Empfang angewiesen. Bei der Südostbayernbahn soll eine spezielle Lasertechnik die Mobilfunkverbindung verbessern – ohne dass dafür die Fensterscheiben der Züge ausgetauscht werden müssen.
Die Südostbayernbahn hat 69 Doppelstockwagen mit einer speziellen Lasertechnik zur Verbesserung des Mobilfunkempfangs nachgerüstet, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Freistaat Bayern unterstützt die Umrüstung mit 550.000 Euro.
Bei dem Verfahren werden feine Netzstrukturen in die metallische Beschichtung der Fensterscheiben gelasert, die Mobilfunksignale abschwächen kann. Dadurch sollen die Signale besser in die Wagen gelangen, während die vorhandenen Scheiben erhalten bleiben und der Wärmeschutz nur minimal verändert wird. Die Maßnahme ist unabhängig vom jeweiligen Mobilfunkanbieter.
Die umgerüsteten Wagen verkehren auf der Linie 40 zwischen Mühldorf und München sowie während der Hauptverkehrszeit auf der Linie 4 zwischen Simbach und München. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen Reisende dadurch von besseren Sprach- und Datenverbindungen profitieren.
Außerdem stellte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) eine mögliche Förderung von 350.000 Euro für das Sensorsystem Connect@rail in Aussicht, das Schäden an Rädern und Gleisen frühzeitig erkennen soll.

EVN
