Nach Sprengstoffverdacht an Bahnhof: Polizei nennt mögliche Ursache

Gleise gesperrt, Gebäude geräumt, Züge stundenlang gestoppt: Ein Fund nahe dem Treuchtlinger Bahnhof alarmiert vor einigen Wochen die Einsatzkräfte. Jetzt ist klar, was wohl im Gleis lag.

Keine Bombenattrappe, sondern Müll hat den Ermittlungen zufolge den Großeinsatz wegen Sprengstoffverdachts in Mittelfranken im August ausgelöst. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht man davon aus, dass die Gegenstände ohne Hintergedanken weggeworfen wurden“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Nürnberg. Die Ermittlungen zu dem Vorfall seien aber noch nicht abgeschlossen.

Ein Techniker hatte am 13. August verdächtige Gegenstände im Gleisbereich nahe des Treuchtlinger Bahnhofs gefunden. Einsatzkräfte sperrten den Bereich weiträumig ab, Gebäude in der Nähe wurden geräumt, über Stunden war der Zugverkehr lahmgelegt. Ein Entschärfer-Team untersuchte die Gegenstände – auch mit einem Roboter – und konnte schließlich Entwarnung geben.

Nähe zu den Gleisen war vermutlich Zufall

Bei den verdächtigen Gegenständen handelte es sich dem Bundespolizei-Sprecher zufolge um eine mit Klebeband umwickelte Gaskartusche und ein Handy, das in der Nähe gelegen hatte. Die „Nürnberger Nachrichten“ hatten zuvor darüber berichtet.

Die Ermittler waren damals zunächst davon ausgegangen, dass die Gegenstände bewusst als Attrappe platziert worden waren. Nach den derzeitigen Ermittlungen nehmen sie nun aber an, dass diese nur zufällig in der Nähe der Gleise entsorgt worden waren.

dpa / EVN