Die Bahnstrecke zwischen Lübbenau und Cottbus soll zukünftig zweigleisig befahrbar sein. Für den Ministerpräsidenten ist der Ausbau eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in der Lausitz.
Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Cottbus–Lübbenau ist laut Brandenburgs Ministerpräsidenten eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Süden des Landes. Es sei „ein Schlüsselprojekt für die Strukturentwicklung in der Lausitz“, sagte Dietmar Woidke (SPD) bei dem symbolischen Baustart in Raddusch. „Mit dem zweiten Gleis erhöhen wir die Zuverlässigkeit und Taktung der Bahn und stärken damit die Mobilität der Menschen und die Wirtschaftskraft der Region.“
Doch vor der Fertigstellung kommen auf Pendler entlang der Strecke schwierige Zeiten zu. Ab dem 13. Dezember sperrt die Deutsche Bahn die gesamte Strecke für die Hauptarbeiten. Ende 2027 soll das zweite Gleis auf 29 Kilometer Länge in Betrieb gehen – nach einem Jahr Bauzeit. Der derzeitig eingleisige Abschnitt ist Teil der Görlitzer Bahn. „Das ursprünglich vorhandene zweite Gleis wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung abgebaut“, hieß es von der Bahn.
Während der Arbeiten werden die Züge auf der Linie über Calau umgeleitet. „Für die Unterwegsbahnhöfe auf dem Abschnitt wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.“
In dem Projekt sieht Woidke auch einen Baustein für das Gelingen des Strukturwandels in der Region. Um Miteinander in Wechselwirkungen zu gelangen, brauche es eine „starke Infrastruktur“, so der Ministerpräsident. Er bat die Menschen mit Blick auf die einjährige Bauzeit um Geduld. „Aber: Wichtig ist, hinterher wird es viel, viel besser.“

dpa
