Nach weniger als zweieinhalb Jahren Bauzeit hat die tschechische Bahngesellschaft in Cheb eine neue dreigleisige Reparaturhalle eröffnet. Die Anlage soll unter anderem für die Instandhaltung von InterJet-, ComfortJet- und Regionalzügen genutzt werden.
Die Tschechischen Bahnen (ČD) haben vor wenigen Tagen im Rahmen des Nationalen Eisenbahntages eine neue Reparaturhalle ihres Instandhaltungszentrums in Cheb offiziell eröffnet. Der Bau der dreigleisigen Halle kostete rund 830 Millionen Kronen und wurde seit 2024 realisiert. Die drei jeweils 165 Meter langen Gleise ermöglichen die Wartung kompletter Züge und bieten beispielsweise Platz für einen InterJet oder drei zweiteilige RegioPanter, wie das Bahnunternehmen mitteilte.
Die Anlage soll Züge des Fern- und Regionalverkehrs in der Region Karlsbad sowie teilweise in der Region Ústí nad Labem warten. Dadurch sollen Fahrzeuge für Wartungsarbeiten künftig weniger häufig zu weiter entfernten Standorten überführt werden.
In Cheb sollen unter anderem zehn fünfteilige InterJet-Züge von der Betriebswartung bis zur anspruchsvolleren G2-Instandhaltung betreut werden. Ab Oktober 2027 ist zudem die Generalüberholung von neunteiligen ComfortJet-Zügen vorgesehen, ab 2028 soll sich das Zentrum auch an der Modernisierung von Railjet-Zügen beteiligen.
Für den Regionalverkehr ist die Wartung von RegioShark-, RegioFox- und RegioPanter-Zügen vorgesehen. Die Halle verfügt unter anderem über Montagegruben, einen Portalkran mit einer Tragfähigkeit von mindestens 12,5 Tonnen, Hebeanlagen sowie Plattformen für Arbeiten an Drehgestellen und Fahrzeugdächern.
Nach Angaben der ČD wurde die Halle mit Blick auf Arbeitssicherheit und künftige Anforderungen konzipiert. Eine Photovoltaikanlage, Regenwassernutzung und Wärmepumpen sollen zudem zu einem ressourcenschonenden Betrieb beitragen.

EVN
