Auf dem Frei- und Gleisgelände der InnoTrans werden von diesem Dienstag an insgesamt 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern präsentiert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem alternative Antriebe, autonome Verkehrslösungen und neue Nachtzugkonzepte.
Insgesamt 130 Aussteller zeigen auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Frei- und Gleisgelände der InnoTrans ihre Fahrzeuge und technischen Entwicklungen. Nach Angaben der Messe sind 30 Unternehmen erstmals in diesem Ausstellungsbereich vertreten.
Zu den Exponaten gehören Hochgeschwindigkeitszüge, Lokomotiven mit alternativen Antrieben sowie Fahrzeuge für den Personen- und Güterverkehr. Auch Hersteller aus China und Südkorea sind mit Fahrzeugen vertreten. Die Direktorin der InnoTrans, Kerstin Schulz, bezeichnete das Frei- und Gleisgelände als wichtigen Bereich für den direkten Austausch mit der internationalen Bahnindustrie.
Der Transport der Fahrzeuge nach Berlin erforderte eine umfangreiche Logistik. Die Exponate aus China und Südkorea wurden zunächst per Schiff nach Europa gebracht. Teilweise erfolgte der Weitertransport per Binnenschiff, während andere Fahrzeuge über die Schiene oder Straße anreisten.
Die meisten Fahrzeuge stellt der slowakische Güterwagenhersteller TATRAVAGÓNKA mit acht Modellen aus. Stadler Rail folgt mit sieben Fahrzeugen, darunter ein wasserstoffbetriebenes Schmalspurfahrzeug und ein Regionalzug mit Akkuantrieb. Auch Siemens Mobility und CAF präsentieren Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien.
Der chinesische Hersteller CRRC zeigt erstmals eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Hybridlokomotive. Alstom stellt zwei Traxx-Lokomotiven mit moderner Bordsignaltechnik vor. Im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge sind unter anderem der ETR1000 Frecciarossa von Hitachi und der EMU 320 von Hyundai Rotem vertreten. Beide Züge können Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometern pro Stunde erreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf autonomen Verkehrslösungen. Railevo präsentiert ein autonomes Schienentaxi. Ferrovie dello Stato Italiane zeigt ein unbemanntes Fahrzeug, während die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit dem Monocab ein autonomes Einschienenfahrzeug für den ländlichen Raum vorstellt. Das belgische Unternehmen Otiv plant zudem eine Demonstration, bei der ein Zug in den Niederlanden per Fernsteuerung bewegt werden soll.
Auch Nachtzugkonzepte nehmen einen größeren Raum ein. Mehrere Aussteller zeigen Modelle, bei denen Privatsphäre, Raumaufteilung und Komfort im Mittelpunkt stehen. Nox Mobility präsentiert einen Prototyp mit privaten Bereichen für eine oder zwei Personen.
Die Luna Rail GmbH stellt im Luna Rail Lab unter anderem zweigeschossige Sitz- und Liegebereiche sowie private Kabinen vor. Die Tricon AG präsentiert gemeinsam mit Partnern das Schlafwagenprojekt ALISA. Die Abkürzung steht für „angebotsdifferenziertes, leichtes und innovatives Schlafwagenkonzept“. Mock-ups sollen während der Messe in einem Zelt vor dem Eingang Süd zu sehen sein.

EVN
