Bahn: Freigabe der Hunsrückquerbahn wohl erst im Herbst 2027

Für die Hunsrückquerbahn sind zusätzliche Arbeiten nötig: Rund 60 Durchlässe müssen instandgesetzt werden. Gleis- und Untergrundarbeiten sollen Ende Oktober 2026 fertig sein, die Freigabe der Strecke ist voraussichtlich im Herbst 2027 möglich.

An der Hunsrückquerbahn müssen vor einer Wiederinbetriebnahme des Zugverkehrs zusätzliche Bauwerke an der Strecke instandgesetzt werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn verlaufen die Arbeiten an Gleisen und Untergrund zwar weiterhin planmäßig und sollen bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Allerdings sei eine Freigabe der Strecke für den Zugverkehr wegen weiterer Instandhaltungsarbeiten voraussichtlich erst im Herbst 2027 möglich, wie es laut Mitteilung hieß.

Im Zuge der Vorbereitungen war ein sogenannter Spülzug auf den wiederhergestellten Gleisen unterwegs. Damit wurden Durchlässe entlang der Strecke freigelegt und freigespült. Solche Bauwerke leiten Wasser unter den Gleisen hindurch und müssen stabil genug sein, um die Belastungen des späteren Zugverkehrs aufzunehmen. Nach der Reinigung wurden die Durchlässe per Kamera untersucht und fachlich bewertet.

Das Ergebnis der Untersuchungen ist nach DB-Angaben, dass rund 60 Durchlässe vor einer Streckenfreigabe zusätzlich instandgesetzt werden müssen. Dafür erstellt das Unternehmen derzeit Planungen und statische Nachweise. Diese sollen Grundlage für die Bewertung der Bauwerke und die spätere fachgerechte Umsetzung der Arbeiten sein. Parallel dazu bereitet die Bahn nach eigenen Angaben Abstimmungen, Genehmigungen und Vergaben vor.

Die Instandsetzungen sollen abschnittsweise erfolgen. Wo dies möglich ist, sollen Arbeiten parallel umgesetzt werden. Wegen des Umfangs der zusätzlichen Maßnahmen rechnet die Bahn dennoch mit einer Freigabe erst im Herbst kommenden Jahres. Für Anwohnerinnen und Anwohner sollen die weiteren Arbeiten nach aktueller Planung weniger belastend ausfallen als bisherige Bauarbeiten. Nachtarbeiten seien derzeit nicht vorgesehen, umfangreiche Materialtransporte ebenfalls nicht erforderlich.

EVN