Hochrheinbahn: Ersatzverkehr wird bis Basel ausgeweitet

Von 10. Oktober an ersetzen Busse alle Züge zwischen Basel Bad Bf und Erzingen. Für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn wird die Sperrung ausgeweitet; Express- und Ersatzlinien sollen die Mobilität bis Dezember 2027 sichern.

Die Hochrheinbahn zwischen Basel und Erzingen wird ab dem 10. Oktober auf einem größeren Abschnitt für Bauarbeiten gesperrt. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, erweitert die DB InfraGO die bereits bestehende Sperrung zwischen Rheinfelden und Erzingen bis zum Basel Badischen Bahnhof. Hintergrund sind umfangreiche Arbeiten für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke zwischen Basel und Erzingen sowie der barrierefreie Umbau von Stationen.

Im westlichen Abschnitt zwischen Basel und Rheinfelden beginnen nun umfangreichere Bauarbeiten. Dort werden unter anderem Stationen modernisiert, Oberleitungen errichtet sowie Leit- und Sicherungstechnik und Gleise angepasst. In Rheinfelden-Warmbach entsteht zudem einer von drei neuen Haltepunkten entlang der Hochrheinbahn. Nach Angaben der Bahn liegt das Projekt im Zeitplan; die Inbetriebnahme der elektrifizierten und ausgebauten Strecke ist für Dezember 2027 vorgesehen.

Mit der Ausweitung der Sperrung wird auch das Ersatzverkehrskonzept geändert. Zwischen Basel Bad Bf und Erzingen (Baden) werden sämtliche Zugverbindungen durch Busse ersetzt. Die Expressbuslinien A, B und D übernehmen die Funktion des Regionalexpresses. Die Linien A und B verkehren ab 10. Oktober alternierend, wodurch zwischen Basel und Waldshut ein halbstündlicher Expresstakt entstehen soll. Die Linie D verbindet Waldshut, Tiengen und Erzingen. Ergänzend bedienen die Linien C, E und F die Halte entlang ihrer jeweiligen Abschnitte.

Die Bahn rechnet damit, dass sich die Fahrzeiten auf der Gesamtstrecke im Vergleich zum bisherigen Ersatzkonzept nur geringfügig verlängern. Als Grund nennt sie den entfallenden Umstieg zwischen Bus und Zug in Rheinfelden. Umstiege zwischen den Expresslinien A und B sowie der Linie C sind in Rheinfelden und Bad Säckingen möglich. Zusätzlich kündigte die Bahn mehr Früh- und Spätverbindungen an, insbesondere bei den Expressbussen. Für den Schülerverkehr sollen morgens zur ersten Schulstunde und nach der sechsten Stunde zusätzliche Busse eingesetzt werden.

In Rheinfelden wird die Haltestelle der Linien A und B von der Güterstraße in die Basler Straße verlegt. Dort besteht auch Anschluss an die Linie C, die zusätzlich den Busbahnhof direkt vor dem Bahnhofsgebäude als Start- und Endpunkt anfährt. Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt über bahn.de oder die App DB Navigator informieren und mehr Zeit einplanen. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den Ersatzbussen aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht möglich.

Parallel laufen die Bauarbeiten entlang der Strecke weiter. Mehrere Stationen befinden sich seit Ende April im Umbau. In Dogern entsteht derzeit eine neue Bahnsteigkante, in Beuggen wurde ein Bahnsteig bereits gepflastert und mit einem taktilen Leitsystem ausgestattet. Zudem wurden zahlreiche Oberleitungsmasten aufgestellt. Auch Arbeiten im Rappenstein- und Aarbergtunnel sowie der Neubau von drei Brücken sind angelaufen.

EVN