Mit einem riesigen Ball möglichst viele Kegel umstoßen oder an einem ganz bestimmten Punkt bremsen: Das müssen die Frankfurter Tramfahrer können, wenn sie zur Europameisterschaft wollen.
Punktgenaues Bremsen, Bowling oder Curling: Das sind Disziplinen, die mal mehr, mal weniger mit Tramfahren in Verbindung gebracht werden – wenn es um den Wettbewerb der besten Tramfahrerinnen und Tramfahrer geht. Genau das trainieren aktuell Robin Hepp und Yvonne Bahl. Am 19. September werden sie in Warschau die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) bei der Tram-Europameisterschaft vertreten. Die VGF wird als einziges deutsches Team antreten.
Derzeit trainiert das Tramfahrer-Duo einmal pro Woche mit seinem Teamführer, dem Fahrlehrer Peter Schulz, für die Europameisterschaft. „Gerade das genaue Bremsen ist so kompliziert, das kann man immer wieder trainieren“, sagt Schulz. Bei dem Wettbewerb komme es darauf an, die Aufgaben möglichst schnell und gut zu meistern.
Welche Disziplinen sie in Warschau meistern müssen, erfahren Bahl und Hepp allerdings erst am Wettkampftag. Auch die Warschauer Fahrzeuge selbst lernen die beiden erst vor Ort kennen, erläutert Schulz.
„Aus dem Alltag kennen wir die Übungen oft nicht“, sagt Hepp. „Normalerweise versucht man ja nicht, auf einen Gegenstand draufzufahren.“ Durch das Training für die EM lerne er jedoch, noch besser mit der Bahn umzugehen. Für die Europameisterschaft sei es am wichtigsten, ein gutes Gefühl für die Bahn zu haben.

dpa / EVN
