Der Anteil der Züge am Hamburger Hauptbahnhof mit einer Verspätung von weniger als sechs Minuten lag vergangenes Jahr bei 61 Prozent. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Özdemir kritisiert das.
Mehr als ein Drittel der Fernzüge am Hamburger Hauptbahnhof ist vergangenes Jahr unpünktlich gewesen. Das geht aus Zahlen des Bundesverkehrsministeriums hervor, die die Hamburger Bundestagsabgeordnete Cansu Özdemir (Linke) erfragt hat. Im Vergleich zu 2024 hat sich die Pünktlichkeit um 1,7 Prozentpunkte auf 61 Prozent verbessert.
Durchschnittlich waren die verspäteten Züge am Hauptbahnhof bei der Ankunft um 11,5 Minuten verspätet, wie das Ministerium weiter mitteilte. Das ist ein höherer Wert als in den Vorjahren 2024 bis 2022.
Özdemir sagte, der Fernverkehr bleibe unzuverlässig. „Während die Bundesregierung Milliarden in die Rüstung steckt, lässt sie die Bahn verrotten.“ Es brauche mehr Investitionen als zuvor in die Bahn. Ticketpreise sollten zudem bezahlbar sein. „Die Bahn darf kein Luxusangebot sein, sondern muss Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge werden.“
Bundesweit lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr 2025 bei 60,1 Prozent, wie aus dem Geschäftsbericht des staatseigenen Konzerns hervorgeht. Damit lag die Pünktlichkeit in Hamburg ungefähr im Bundesschnitt. Die Bahn zählt einen Zug erst als unpünktlich, wenn er mindestens sechs Minuten verspätet ist.
dpa / EVN
