In Ostwestfalen-Lippe wird die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert: Ein elektronisches Stellwerk in Lage soll ab Anfang August den Zugverkehr stabiler machen. Während der Inbetriebnahme fallen Nahverkehrszüge aus, Ersatzbusse fahren.
In Lage (Lippe) wird ein neues elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen. Die DB InfraGO teilte mit, dass die Arbeiten von jetzt an bis 3. August (00.05 Uhr) laufen sollen. Ziel ist ein stabilerer und zuverlässigerer Zugbetrieb in Ostwestfalen-Lippe.
Die Bahn investiert nach eigenen Angaben rund 27 Millionen Euro in die neue Leit- und Sicherungstechnik. Zwei mechanische Stellwerke in Lage werden dafür außer Betrieb genommen. Fachkräfte entfernen alte Steuerelemente, verlegen letzte Kabel und montieren elektrische Weichenantriebe. Danach werden neue Signale eingeschaltet und die Technik von externen Prüfern abgenommen.
Künftig soll der Zugverkehr zwischen Bad Salzuflen-Sylbach, Lage und Detmold sowie zwischen Lemgo und Oerlinghausen elektronisch aus dem Zentralstellwerk in Lage gesteuert werden. Das Zentralstellwerk wurde dafür um einen vierten Bedienplatz erweitert. Seit dem Baustart im Frühjahr 2025 wurden unter anderem rund 33 Kilometer Kabel und Kabelkanäle verlegt und 32 neue Signale aufgestellt.
Zum Projekt gehört zudem die technische Anpassung von fünf Bahnübergängen. Während zwei davon noch bis Anfang September umgebaut werden, können Fußgänger die Übergänge weiterhin passieren.
Während der Inbetriebnahme kommt es zu Ausfällen und Ersatzverkehr mit Bussen: Betroffen sind die Linien RE 82 (zwischen Bielefeld Hbf und Horn-Bad Meinberg), RB 72 (zwischen Herford und Horn-Bad Meinberg/Paderborn Hbf) sowie die RB 73 (zwischen Bielefeld Hbf und Lemgo-Lüttfeld). Für die RE 82 sind montags bis freitags zusätzliche Direktbusse zwischen Bielefeld, Lemgo, Lemgo-Lüttfeld und Detmold vorgesehen. Reisende werden gebeten, sich vorab in den digitalen Fahrplanmedien zu informieren.
EVN
