Thurbo hat die ersten beiden Flirt-Evo-Züge in den regulären Betrieb übernommen. Die neuen Regionalzüge verkehren seit Anfang Juli auf der Linie S26 und markieren den Beginn der schrittweisen Erneuerung der gesamten Fahrzeugflotte.
Die Schweizer Regionalbahn Thurbo hat die ersten beiden Züge des Typs Flirt Evo in den regulären Fahrgastbetrieb übernommen. Seit dem 6. Juli verkehren die Fahrzeuge auf der Linie S26 zwischen Winterthur und Rüti ZH. Sie bilden nach Unternehmensangaben den Auftakt zur schrittweisen Einführung von insgesamt 107 neuen Regionalzügen, mit denen die bestehende Flotte bis 2034 ersetzt werden soll. Vorausgegangen waren laut Thurbo umfangreiche Test- und Erprobungsfahrten. Die Betriebsbewilligung des Bundesamts für Verkehr war im September 2025 erteilt worden.
Während der Übergangsphase werden die bisherigen GTW-Triebwagen und die neuen Flirt-Evo-Züge parallel eingesetzt. Dies bringe unter anderem Herausforderungen bei der Fahrzeugplanung und im Störungsmanagement mit sich, da beide Fahrzeugtypen nicht miteinander gekuppelt werden könnten.
Für Fahrgäste sollen die neuen Züge unter anderem mehr Sitzkomfort, Steckdosen an jedem Zweiersitz, größere Mehrzweckbereiche für Fahrräder und Kinderwagen, einen verbesserten Mobilfunkempfang sowie vollständige Barrierefreiheit bieten.
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) begrüßt den ersten Einsatz der neuen Fahrzeuge im Raum Winterthur, der für den Regionalverkehr in der Ostschweiz eine zentrale Bedeutung hat. Thurbo verweist zudem auf die bewährte Fahrzeugplattform des Herstellers Stadler und erwartet eine hohe Zuverlässigkeit der neuen Züge. Nach Unternehmensangaben lag die Pünktlichkeit im Jahr 2025 bei 96,6 Prozent.
EVN
