Mehrere sicherheitsrelevante Vorfälle im Bahnverkehr haben Polizei und Rettungskräfte beschäftigt. Dabei reichten die Einsätze von einem mutmaßlichen Angriff auf einen Zug über eine Reizgasattacke bis hin zur Bedrohung im Regionalverkehr.
+++ Bautzen: Gegenstand auf Regionalbahn geworfen +++
Die Bundespolizei ermittelt nach einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr am Bahnhof Bautzen. Nach Angaben der Ermittler warfen Unbekannte einen bislang nicht identifizierten Gegenstand von einer Brücke auf eine Regionalbahn. Der Gegenstand durchschlug eine Frontscheibe. Der Lokführer blieb unverletzt, ebenso die Fahrgäste. Die Polizei sucht nach dem Vorfall, der sich bereits am 11. Juni ereignete, weiterhin nach den Tätern und bittet Zeugen um Hinweise.
+++ Berlin: Reizgas in U-Bahn verletzt mehrere Menschen +++
Unbekannte haben in der Nacht Reizgas in der Berliner U-Bahnlinie U7 versprüht. Betroffen waren die Bahnhöfe Rathaus Neukölln und Karl-Marx-Straße, wo sich das Gas ausbreitete. Zwei Männer im Alter von 35 und 51 Jahren mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere 24 Menschen klagten über leichte Beschwerden und wurden vor Ort von Einsatzkräften betreut. Die Polizei sperrte die betroffenen Bereiche für rund eine Stunde und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
+++ Köthen: 25-Jähriger nach Bedrohung im Regionalexpress festgenommen +++
Ein 25-jähriger Mann ist in der Nacht von Montag auf Dienstag nach einer Bedrohung in einem Regionalexpress von Magdeburg nach Köthen von Einsatzkräften gestellt worden. Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Fahrgast bei einer Fahrscheinkontrolle behauptet, bewaffnet zu sein, nachdem er keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte. Der Zug wurde bei der Einfahrt in Köthen verzögert, damit sich die Polizei vorbereiten konnte. Der Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. Eine Waffe wurde bei der anschließenden Durchsuchung nicht gefunden. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung und Erschleichens von Leistungen ermittelt.
+++ Wer sachdienliche Hinweise zu den genannten Vorfällen oder einem anderen Ereignis hat, kann sich unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 an die Bundespolizei wenden. +++
EVN
