Angesichts anhaltend hoher Temperaturen erläutert HEAG mobilo die Grenzen der Klimatisierung in Straßenbahnen. Fahrgäste werden um Verständnis, Hinweise zu Störungen und umsichtiges Verhalten gebeten.
Die HEAG mobilo hat vor dem Hintergrund der aktuellen Hitzewelle über die Funktionsweise der Klimaanlagen in ihren Straßenbahnen informiert. Das Verkehrsunternehmen weist darauf hin, dass hohe Außentemperaturen nicht nur Fahrgäste, sondern auch die technische Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs erheblich belasten.
Nach Angaben des Unternehmens sind die Klimaanlagen in den Straßenbahnen der Baureihen ST14 und ST15 („TINA“) darauf ausgelegt, die Temperatur im Fahrgastraum spürbar unter die Außentemperatur zu senken und gleichzeitig kontinuierlich Frischluft bereitzustellen. Anders als in geschlossenen Räumen oder in Pkw stoßen die Systeme im Linienbetrieb jedoch an physikalische Grenzen, da an nahezu jeder Haltestelle Türen geöffnet werden und warme Außenluft in die Fahrzeuge strömt. Besonders bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad sei daher eine konstante und zuverlässige Kühlung des Innenraums nur eingeschränkt möglich.
Gemeinsam mit Stadler hat HEAG mobilo in den vergangenen Jahren technische Anpassungen an den Klimaanlagen der TINA-Fahrzeuge vorgenommen. Die überarbeiteten Systeme befinden sich im regulären Betrieb und werden weiter beobachtet. Dennoch treten laut Unternehmen vereinzelt weiterhin Störungen auf, die künftig durch ein noch geprüftes Softwareupdate reduziert werden sollen.
Zugleich bittet HEAG mobilo Fahrgäste um Unterstützung bei der Fehlererkennung. Rückmeldungen zu auffälligen Klimaanlagen, insbesondere unter Angabe von Fahrzeugnummer, Wagenteil, Linie und Uhrzeit, sollen helfen, technische Probleme gezielt nachzuverfolgen.
Für Fahrten an heißen Tagen empfiehlt das Unternehmen unter anderem ausreichend Flüssigkeit mitzunehmen, Stoßzeiten zu meiden, Sitzplätze fern von Türen oder Fenstern zu wählen und auf Mitreisende zu achten. Besonders belastende Fahrten zwischen 12 und 17 Uhr sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
EVN
