Die ÖBB modernisieren die Neubaustrecke im Tiroler Unterinntal und aktivieren einen bereits vorbereiteten Überholbahnhof im Terfenertunnel. Mit neuer Leit- und Sicherungstechnik sowie zusätzlichen Weichen sollen künftig mehr Züge auf der Strecke verkehren können.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bauen die Kapazität der Neubaustrecke zwischen Kundl und Baumkirchen aus. Kern des Projekts ist die Inbetriebnahme eines bereits beim Bau vorbereiteten Überholbahnhofs im Terfenertunnel. Dort werden auf rund zwei Kilometern acht neue Weichen eingebaut und die vorhandenen zusätzlichen Gleise an das Streckennetz angebunden. Güterzüge können künftig ausweichen, damit schnellere Personenzüge sie überholen.
Zusätzlich wird die Strecke mit weiteren Maßnahmen modernisiert. Im Münsterer- und Terfenertunnel werden ergänzende Lichtsignale zurückgebaut und die Blockabstände im bereits eingesetzten Zugsicherungssystem ETCS verkürzt. Dadurch können mehr Züge in kürzeren Abständen verkehren.
Für die Bauarbeiten wird die Neubaustrecke bis zum 14. September abschnittsweise gesperrt. Fernverkehrszüge werden über die Bestandsstrecke umgeleitet, im Regionalverkehr kommt es zu längeren Fahrzeiten und einzelnen Angebotsanpassungen. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Unterinntalbahn ihre Leistungsfähigkeit weiter steigern und zu den modernsten Bahnstrecken Europas zählen.
EVN
