Unwetterfolgen: Bahnverkehr im Westen weiter gestört

Nach schweren Gewittern bleibt der Bahnverkehr im Westen beeinträchtigt. Reisende im Fern- und Nahverkehr müssen sich noch eine Weile auf Ausfälle und Verspätungen gefasst machen.

Nach dem Durchzug einer Gewitterfront am Freitagabend ist der Zugverkehr im nördlichen Ruhrgebiet und im Münsterland weiterhin gestört. Es seien noch Strecken blockiert und Oberleitungen zu reparieren, berichtete die Deutsche Bahn. Es komme zu Ausfällen und Verspätungen.

Im Fernverkehr fallen demnach IC-Züge der Strecke Köln–Dortmund–Hamm(Westf)–Hannover und Leipzig zwischen Dortmund und Leipzig aus. IC-Züge zwischen Nordfriesland und Ruhrgebiet verspäteten sich zwischen Münster(W) und Köln. Einige Halte würden entfallen. Die Reparaturarbeiten sollen noch bis in die Nacht zum Sonntag andauern.

ICE-Züge Aachen–Berlin fallen aus

Einen Oberleitungsschaden gibt es auch zwischen Aachen und Mönchengladbach. In der Folge fallen ICE-Züge mit der Streckenführung Aachen–Köln–Hannover–Berlin aus. Darüber hinaus fallen auch einzelne ICE-Züge der Strecke Frankfurt–Köln–Aachen–Brüssel zwischen Köln und Brüssel aus. Die Störung soll den Angaben zufolge noch am Samstag behoben werden.

Im Regionalverkehr waren ebenfalls zahlreiche Strecken betroffen. Das Infoportal zuginfo.nrw nannte 13 Regionalexpress-, 14 Regionalbahn- und 4 S-Bahn-Linien, auf denen es noch bis zum Mittag zu Beeinträchtigungen und Sperrungen kommen könne.

Baum stürzt auf Oberleitung

Wegen eines umgestürzten Baums in der Oberleitung war unter anderem ein Abschnitt der RE-11-Strecke zwischen Altenbeken und Willebadessen gesperrt. “Die Züge halten am nächsten Bahnhof und warten dort die Dauer der Streckensperrung ab, oder werden nach Möglichkeit umgeleitet”, hieß es.

Die Bahn rief Reisende dazu auf, sich vor Fahrtantritt über die Lage zu informieren.

dpa / EVN