Mehr als 160 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in die Modernisierung der Bahnstrecken am Niederrhein. Geplant sind neue Gleise, moderne Stellwerkstechnik und barrierefreie Bahnhöfe. Während der Bauarbeiten kommt es zu Einschränkungen im Regionalverkehr.
Die Deutsche Bahn (DB) hat umfangreiche Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur am Niederrhein angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, fließen mehr als 160 Millionen Euro in die Modernisierung der Strecken zwischen Kleve und Krefeld sowie Xanten und Moers. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von Gleisen, Weichen und Bahnübergängen sowie der Ausbau moderner Leit- und Sicherungstechnik.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Strecke zwischen Xanten und Rheinberg. Dort ersetzt die DB mehrere alte Stellwerke durch moderne Technik, die künftig zentral aus Kleve gesteuert werden soll. Zudem werden neue Signale installiert und Kabelanlagen erneuert. Der Bahnhof Millingen wird barrierefrei umgebaut und erhält unter anderem erhöhte Bahnsteige, neue Beleuchtung und zusätzliche Wetterschutzanlagen.
Wegen der Bauarbeiten kommt es ab Ende Mai zu längeren Sperrungen und Einschränkungen im Nahverkehr. Betroffen sind insbesondere die Linien RE 10 und RB 31, für die zeitweise Ersatzbusse eingesetzt werden. Darüber sind im zweiten Halbjahr weitere Maßnahmen für den Einsatz von Akkuzügen auf der Linie RE 10 geplant.
Details zum Ersatzverkehr
Auf der Linie RE10 der RheinRuhrBahn wird ab Freitag, 22. Mai, umfangreicher Schienenersatzverkehr eingerichtet. Laut Mitteilung verkehren bis zum 25. Mai Busse zwischen Krefeld Hauptbahnhof und Kleve mit allen Zwischenhalten. Zusätzlich wird ein Schnellbus zwischen Krefeld, Kempen, Geldern und Kleve eingesetzt. Ab dem 25. Mai bis zum 26. Juni fahren die Ersatzbusse nur noch zwischen Kempen und Kleve, während der Schnellbus zwischen Krefeld und Kleve weiterhin bestehen bleibt. Auch auf der Linie RB31 kommt es zu Einschränkungen. Dort werden vom 26. Juni bis zum 30. November Busse zwischen Moers und Xanten eingesetzt.
EVN
