Nach jahrelangen Verfahren beginnen im September die Hauptarbeiten zur Attraktivierung der Wiener Verbindungsbahn. Für Fahrgäste der S80 bringt das Einschränkungen und Ersatzverkehre.
Die ÖBB beginnen im September mit den Hauptarbeiten zur Attraktivierung der Verbindungsbahn in Wien. Der erste Bauabschnitt betrifft den Bereich zwischen Wien Hütteldorf und der Schrutkagasse. Herzstück der Maßnahme ist die neue Station Wien Hietzinger Hauptstraße.
Nach Angaben der ÖBB sollen durch das Projekt die Kapazität und Attraktivität der S-Bahn-Verbindung quer durch Wien verbessert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue und modernisierte Stationen, barrierefreie Zugänge, Lärmschutzmaßnahmen sowie die Beseitigung mehrerer Eisenbahnkreuzungen. Langfristig soll auf der Linie S80 ein Viertelstundentakt eingeführt werden.
Für die Bauarbeiten wird die Linie S80 jedoch über einen längeren Zeitraum eingeschränkt. Bereits ab 4. Juli 2026 fährt die S80 nur noch zwischen Wien Aspern und Wien Hauptbahnhof. Ab 7. September 2026 bis mindestens Ende 2027 endet die Linie bereits in Wien Meidling. Als Ersatz richten die ÖBB Busverbindungen zwischen Wien Hütteldorf und Wien Meidling ein, die werktags im 15-Minuten-Takt verkehren sollen.
Die neue Station Wien Hietzinger Hauptstraße soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden. Weitere Maßnahmen umfassen die Modernisierung der Station Wien Speising, den Neubau der Station Stranzenbergbrücke sowie mehrere Unterführungen für den Straßen-, Fuß- und Radverkehr.
Die vollständige Fertigstellung des Projekts und die Einführung des geplanten Viertelstundentakts der S80 werden laut ÖBB voraussichtlich erst 2036 erreicht. Hintergrund der langen Umsetzung sind unter anderem jahrelange Behörden- und Rechtsmittelverfahren.
EVN
