Nach der Zugentgleisung im Frankenwald im November 2025 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Lokführerin. Welchem Verdacht die Ermittler nachgehen.
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Nach der Zugentgleisung im November 2025 bei Selbitz im Frankenwald ermittelt die Staatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge gegen die Lokführerin. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, bestehe der Verdacht, dass ein Signal nicht beachtet worden sei. Die Staatsanwaltschaft Hof habe entsprechende Informationen bestätigt und prüfe einen möglichen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Das Verfahren solle zeitnah abgeschlossen werden, hieß es.
Die Feuerwehr meldete bereits kurz nach dem Vorfall, dass die Entgleisung wohl durch die “Fehlstellung einer Weiche” verursacht worden sei. Züge befahren die betreffende Strecke im sogenannten Zugleitbetrieb. Dabei handelt es sich um ein vereinfachtes Betriebsverfahren auf eingleisigen Nebenbahnen.
Bei dem Unfall auf der Strecke Hof–Bad Steben war damals ein Triebwagen des privaten Bahnunternehmens Agilis entgleist. Fahrgäste wurden nicht verletzt, die Lokführerin erlitt aber einen Schock. Die Strecke war infolge der Reparaturarbeiten rund einen Monat lang gesperrt gewesen. Mehr als 1.000 Zugverbindungen mussten dem Bericht zufolge durch Busse ersetzt werden.
EVN
