Trierer Weststrecke wird wieder reaktiviert – Baudezernent: Einstellung des Personenverkehrs war Fehler


TRIER | Ab Dezember 2024 sollen wieder Regionalzüge auf der Trierer Weststrecke verkehren. Vor 40 Jahren fuhr dort der letzte reguläre Personenzug.

Die Deutsche Bahn und die Stadt Trier arbeiten gemeinsam mit ihren Partnern an der Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke. In den letzten Jahren wurde die bestehende Trasse ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. Für die Wiederinbetriebnahme werden nun fünf neue Haltepunkte im Gebiet der Stadt Trier gebaut. Später soll eine Regionalbahn stündlich zwischen Wittlich, Schweich, Trier und Luxemburg pendeln. Außerdem ist eine stündliche Regionalzugverbindung zwischen Ehrang, Konz und Saarburg vorgesehen.

Die Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1983 „war rückblickend ein Fehler“, wie Thilo Becker, Baudezernent der Stadt Trier, in einem Interview mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz sagte. Diese Erkenntnis gebe es eigentlich schon seit Jahrzehnten. „Aber nach dem Motto: ‚Besser später als nie‘, bin ich froh, dass jetzt endlich die Wiederinbetriebnahme erfolgt.“

Besonders positiv sei, dass man auf der Weststrecke „die Voraussetzungen für ein S-Bahn ähnliches Betriebskonzept mit enorm hohem Potenzial für die Verkehrswende“ schaffe, erläuterte Becker. Mit dem Reaktivierungsprojekt wolle man den Bürgerinnen und Bürgern „ein umweltfreundliches Mobilitätsangebot auf der gesamten Achse zwischen Schweich, Trier und Konz“ machen. Zug, Fahrrad und Bus sollen optimal miteinander verknüpft werden, hieß es.


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