Ende 2024 sollen Personenzüge auf der Trierer Weststrecke fahren


TRIER | Der Aus- und Umbau der Trierer Weststrecke für Personenzüge soll bis voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen sein.

Bis dahin sollten auch zwei Bahnbrücken und fünf neue Haltepunkte errichtet sein, teilte die Deutsche Bahn anlässlich eines Baustellenbesuchs mit. Die Eisenbahnüberführung Hafenstraße sei seit Anfang 2023 im Bau, die Station Trier-Hafenstraße entstehe noch weitgehend in diesem Jahr, kündigte der Konzernbevollmächtigte der DB für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Vornhusen, am Dienstag an.

Die Stationen Trier-Pallien, Trier-West, Trier-Euren und Trier-Zewen sollen laut Bahn bis Ende nächsten Jahres neu gebaut werden. Voraussetzung sei, dass dafür geeignete Bauunternehmen gefunden werden. Zwei erste Ausschreibungsrunden für alle Stationen seien zunächst ohne Ergebnis verlaufen. Daher habe die DB die Bauleistungen im Juni für jede Station in eine neue Ausschreibung gegeben. Bisher wird die Strecke für den Güterverkehr genutzt.

„Die Weststrecke ist ein Vorzeigeprojekt für einen vernetzten, länderübergreifenden Schienenverkehr und insbesondere auch für die Stadt Trier ein echter Gewinn“, sagte der Trierer Baudezernent Thilo Becker. Künftig sollten über die reaktivierte Strecke Nahverkehrszüge von Luxemburg über Trier-West nach Wittlich sowie von Saarburg über Trier-West zur Station Trier-Hafenstraße fahren. „Damit bieten wir den Menschen hier vor Ort und weit darüber hinaus eine echte Alternative zum Auto.“

Die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) teilte mit: „Zur Klimawende brauchen wir die Mobilitätswende, also mehr öffentlichen Nahverkehr.“ Mit der Reaktivierung der Weststrecke Trier würden nun auch die Trierer Stadtteile auf der westlichen Moselseite an den Schienenpersonennahverkehr angebunden. Die Kosten des Projekts Weststrecke bezifferte die Deutsche Bahn zuletzt mit mehr als 60 Millionen Euro.


dpa / EVN