Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der neue Bahnhof Maria Anzbach offiziell eröffnet worden. Die modernisierte Station bietet barrierefreie Zugänge, zusätzliche Parkplätze sowie eine verbesserte Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben den neu errichteten Bahnhof Maria Anzbach in Niederösterreich vor wenigen Tagen offiziell eröffnet. Rund zwei Jahre nach dem Spatenstich wurde die modernisierte Verkehrsstation Anfang Mai im Rahmen eines Festakts ihrer Bestimmung übergeben.
Der neue Bahnhof befindet sich etwa 270 Meter östlich des bisherigen Standorts und wurde nach Angaben der ÖBB als barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe konzipiert. Durch die Lage in einem geraden Streckenabschnitt soll künftig ein stufenfreier Ein- und Ausstieg in die Züge möglich sein. Zudem wurden Bahnsteige, Wegeführung und Ausstattung modernisiert.
Zur besseren Verknüpfung der Verkehrsträger entstanden eine neue Zufahrtsstraße sowie Geh- und Radwege. Die Anlage umfasst nun insgesamt 90 Park-and-Ride-Stellplätze, darunter vier Ladepunkte für Elektrofahrzeuge, sowie 72 überdachte Fahrradabstellplätze und zehn Stellplätze für Mopeds. Auch Busverbindungen wurden durch eine neue Busumkehrschleife direkt an den Bahnhof angebunden.
Zusätzlich installierten die ÖBB auf beiden Bahnsteigdächern Photovoltaikanlagen. Die Stromproduktion soll nach Unternehmensangaben rund 75 Megawattstunden pro Jahr betragen und damit rechnerisch den Jahresbedarf von etwa 18 Haushalten decken.
Die Verantwortlichen sehen in dem Projekt einen Beitrag zur Mobilitätswende sowie zur Attraktivierung des Regionalverkehrs entlang der alten Weststrecke zwischen Wien und St. Pölten.
EVN
