Debatte um 49-Euro-Ticket in Hessen – AfD fordert höheren Preis


WIESBADEN | Die geplante Einführung des bundesweiten 49-Euro-Tickets ist im hessischen Landtag hitzig debattiert worden.

„Das ist ein großer Schritt auf dem Weg der Verkehrswende für mehr Klimaschutz und Lebensqualität“, sagte Grünen-Politikerin Karin Müller am Mittwoch in Wiesbaden. Daraufhin hagelte es reichlich Kritik seitens der Opposition.

Die AfD-Fraktion bezeichnete die Umsetzung des Tickets als einen „milliardenschweren Flopp“ und eine „politische Fehlentscheidung“. Der Ticketpreis sei deutlich zu niedrig, um die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aufrechtzuerhalten. „Es wird vorhersehbar das Angebot an Service und Qualität verringern und damit die Attraktivität des ÖPNV weiter verschlechtern“, sagte der Abgeordnete Klaus Gagel.

Nach Ansicht der Fraktion der Linken hingegen ist der Preis des 49-Euro-Tickets zu hoch. „Von Armut betroffene Menschen spielen in den Überlegungen der Regierenden offenbar kaum eine Rolle“, sagte der verkehrspolitische Sprecher Axel Gerntke. Zwar würde das Ticket Pendlerinnen und Pendler entlasten, für viele Menschen sei es allerdings immer noch zu teuer.

Bund und Länder hatten sich auf ein 49-Euro-Ticket geeinigt. Bundesweit soll das Ticket in Nah- und Regionalverkehr gelten und als monatlich kündbares Abonnement angeboten werden. Die Finanzierung der Fahrkarte soll zu gleichen Teilen vom Bund und den Ländern getragen werden. Das Ticket wird voraussichtlich ab kommendem Jahr verfügbar sein. Ein genaues Datum ist aber noch nicht bekannt.


dpa

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