Kurzmeldungen
Zwei gewalttätige Übergriffe in S-Bahnen beschäftigen die Polizei: Ein Senior wurde schwer verletzt, eine Frau bedroht und geschlagen. Zudem verlängert die Bundespolizei das Mitführverbot für Waffen und gefährliche Gegenstände in einem Hauptbahnhof bis Ende November.
+++ München: Senior in S-Bahn zu Boden gestoßen +++
Ein 82-Jähriger ist am Freitag (23. Oktober) in einer Münchner S-Bahn der Linie S4 in Richtung Geltendorf angegriffen und verletzt worden. Nach einem Streit stieß ein bislang Unbekannter den Mann zu Boden. Der Senior erlitt eine Platzwunde am Kopf, eine Handverletzung und mutmaßlich eine Beckenfraktur. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden dunkel gekleideten Tatverdächtigen stiegen am Bahnhof Berg am Laim aus und flüchteten. Ein Zeuge zog die Notbremse und informierte den Lokführer. Die Bundespolizei bittet weitere Zeugen um Hinweise.
+++ Eschborn: Frau in S-Bahn getreten und geschlagen +++
Am Montagnachmittag (26. Oktober) ist eine 59-Jährige in einer S-Bahn der Linie S3 zwischen Eschborn-Süd und Eschborn angegriffen worden. Auslöser war eine Auseinandersetzung, nachdem einer von zwei Männern seine Füße auf einen Sitz gelegt hatte. Die Frau wurde zunächst bedroht, anschließend gegen den Brustbereich getreten und ins Gesicht geschlagen. Sie verließ die Bahn an der Haltestelle Eschborn, während die Täter in Richtung Bad Soden weiterfuhren. Die Polizei sucht Zeugen und beschreibt beide Tatverdächtigen als etwa 25 bis 30 Jahre alt. Hinweise nimmt die Polizeistation Eschborn entgegen.
+++ Hannover: Waffenverbot am Hauptbahnhof verlängert +++
Die Bundespolizeidirektion Hannover verlängert das Mitführverbot für gefährliche Werkzeuge, Schuss- und Schreckschusswaffen sowie Hieb-, Stoß- und Stichwaffen und Messer aller Art. Die Allgemeinverfügung gilt vom 1. bis einschließlich 30. November 2026 im Hauptbahnhof, einschließlich der Bahnsteige. Ausgenommen sind die Raschplatzhalle und die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. Die Regelung soll die Sicherheit angesichts von Gewaltdelikten mit Waffen und gefährlichen Gegenständen erhöhen. Verstöße können unter anderem Platzverweise, Hausverbote, Beförderungsausschlüsse und weitere rechtliche Folgen nach sich ziehen.
EVN
