Mehr Direktverbindungen: Das ändert sich im ÖBB-Fahrplan 2027

Von Graz nach Linz, von Wien nach Bratislava und künftig auch wieder direkt nach Belgrad: Der neue ÖBB-Fahrplan bringt zusätzliche Verbindungen und neue Zugangebote. Gleichzeitig stehen Reisende 2027 vor umfangreichen Baustellen und längeren Fahrzeiten auf wichtigen Strecken.

Am 13. Dezember tritt der neue europaweite Fahrplan in Kraft, der bei den ÖBB zusätzliche nationale und internationale Verbindungen sowie den Einsatz weiterer moderner Züge vorsieht. Wie die ÖBB erklärten, soll das nach der Inbetriebnahme der Koralmbahn ausgeweitete Angebot auf hohem Niveau gehalten und gezielt ergänzt werden.

Im österreichischen Fernverkehr kommen unter anderem zusätzliche Interregio-Züge zwischen Graz und Villach hinzu. Ab Juli 2027 sollen drei weitere Intercity-Züge pro Tag und Richtung zwischen Graz und Linz verkehren, wodurch zusammen mit den bestehenden Interregio-Verbindungen elf tägliche Direktzüge je Richtung angeboten würden. International ist die Rückkehr der ICE-Verbindungen über Passau nach Deutschland vorgesehen; außerdem sollen neue Direktverbindungen in die Slowakei und ab Sommer 2027 ein Hochgeschwindigkeitsangebot von München über Innsbruck nach Italien hinzukommen. Eine Direktverbindung nach Belgrad mit zwei Zügen pro Tag und Richtung ist ebenfalls geplant, ihr Start hängt laut ÖBB noch von der Streckenzulassung in Ungarn ab.

Die ÖBB wollen 2027 insgesamt 57 weitere Fahrzeuge in ihre Flotte aufnehmen, darunter Cityjet-Doppelstockzüge und neue Railjet-Züge. Gleichzeitig führen Bauarbeiten vom 8. Februar bis 9. Juli 2027 zur Sperre des Deutschen Ecks zwischen Freilassing und Rosenheim sowie zu einer vollständigen Sperre der Tauernstrecke zwischen Schwarzach-St. Veit und Mallnitz-Obervellach; für betroffene Reisende sind Umleitungen und Ersatzangebote vorgesehen.

EVN