BEG: Servicequalität im bayerischen Regionalverkehr bleibt stabil

Die Servicequalität im bayerischen Regionalverkehr hat sich 2025 laut der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) auf einem stabilen Niveau gehalten. 25 von 30 bewerteten Netzen übertrafen die Mindeststandards, Spitzenreiter blieb erneut das Netz Kahlgrund.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat ihr Servicequalitätsranking für den bayerischen Regionalverkehr des Jahres 2025 veröffentlicht. Die 30 bewerteten Regionalverkehrsnetze erreichten auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 Punkten einen Durchschnittswert von 31,23 Punkten und damit nahezu das Niveau des Vorjahres, wie es in einer Mitteilung hieß. Nach Angaben der BEG übertrafen 25 Netze die festgelegten Mindeststandards.

Den Spitzenplatz belegte zum sechsten Mal in Folge das von der DB-RegioNetz-Tochter Westfrankenbahn betriebene Netz Kahlgrund mit der Höchstwertung von 100 Punkten. Den größten Zuwachs verzeichnete DB Regio im Netz Donau-Isar-Express, das sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte und die Nulllinie in den Bonusbereich übersprang. Ebenfalls spürbare Fortschritte erzielte DB Regio im Netz Expressverkehr Ostbayern Los 1, das sich mit -3,36 Punkten (2024: -30 Punkte) jedoch weiterhin knapp im Strafzahlungsbereich unterhalb der Nulllinie befindet. Die stärksten Rückgänge wurden im Netz München-Nürnberg-Express/Ringzug West sowie im Netz Neigetechnik Thüringen registriert, die beide von DB Regio betrieben werden.

Bewertet werden unter anderem Sauberkeit, Komfort, Fahrgastinformation und Kundenorientierung, nicht jedoch Pünktlichkeit oder Zugausfälle. Diese Kennzahlen werden wegen ihrer Abhängigkeit von äußeren Einflüssen gesondert erfasst. Das Ranking dient zugleich als Anreizsystem: Verkehrsunternehmen mit Bewertungen von über null Punkten erhalten Bonuszahlungen des Freistaats Bayern, während bei negativen Ergebnissen (Minuspunkten) Strafzahlungen fällig werden.

Landesverkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) bezeichnete das stabile Gesamtergebnis trotz der angespannten Infrastrukturlage und steigender Fahrgastzahlen als bemerkenswert.

BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs ergänzte, dass sich die Unternehmen in Sachen Service und Komfort im Schnitt auf gutem Niveau hielten. Das Mess- und Anreizsystem mache Veränderungen sichtbar – Verbesserungen würden belohnt. „Wo es schlechter läuft, schauen wir genau hin“, betonte Fuchs.

EVN