Verborgene Welt der Eisenbahn: DB Museum eröffnet neue Ausstellung

Mit der Sonderausstellung „Tunnel“ widmet sich das DB Museum in Nürnberg der Geschichte und Gegenwart des Tunnelbaus. Rund 200 Exponate, interaktive Stationen und ein umfangreiches Begleitprogramm richten sich an Besucher aller Altersgruppen.

Das DB Museum in Nürnberg präsentiert seit dem 3. Juli die Sonderausstellung „Tunnel“, die sich der Geschichte, Technik und Bedeutung des Tunnelbaus im Eisenbahnwesen widmet. Wie aus einer Mitteilung der Deutschen Bahn hervorgeht, erstreckt sich die Ausstellung über rund 500 Quadratmeter und umfasst etwa 200 Objekte, Fotografien und Dokumente. Sie beleuchtet die Entwicklung des Tunnelbaus von den Anfängen der Eisenbahn bis hin zu den großen Infrastrukturprojekten der Gegenwart.

„Auf den ersten Blick recht unscheinbar, sind Tunnel nicht nur Meisterwerke der Technik, sie verbinden auch Länder und Menschen. Daher war es längst überfällig, eine Ausstellung zu diesen faszinierenden Bauwerken zu zeigen”, erklärte Museumsdirektor Oliver Götze. Für die Museumsgäste tauche man tief in die Unterwelt der Eisenbahn ein und bringe zahlreiche spannende Geschichten und Aspekte ans Tageslicht.

Nach Angaben der Deutschen Bahn zeigt die Ausstellung, wie der Tunnelbau mit dem Aufkommen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert zu einer Schlüsseltechnologie wurde. Da Züge nur geringe Steigungen bewältigen und keine engen Kurven fahren können, entstanden immer neue technische Lösungen zur Durchquerung von Gebirgen und Hügellandschaften. Die Ausstellung verdeutlicht zugleich, wie diese Entwicklungen später auch den Bau von U-Bahnen und Kanalisationssystemen beeinflussten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Großprojekten. Vorgestellt werden unter anderem der Fehmarnbelttunnel zwischen Deutschland und Dänemark, die Tunnelbauwerke im Rahmen von Stuttgart 21 und des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit 8 sowie der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz. Ergänzend werden moderne Tunnelbohrmaschinen und weitere Bauverfahren anschaulich erläutert.

Auch Familien und Kinder stehen im Fokus des Ausstellungskonzepts. Eine eigene Erzählspur mit den Figuren Theo, Tina und Toby Tunnler führt junge Besucher spielerisch durch die Ausstellung. Interaktive Exponate, Mitmachstationen und ein Kriechtunnel ergänzen das Angebot. Begleitend erscheint ein 112 Seiten umfassendes Magazin mit Hintergrundinformationen und Rätseln.

EVN