Gewalt am Hamburger S-Bahnhof, Reizgas in einer Berliner Straßenbahn und ein schwerer Straßenbahnunfall: Bei drei Vorfällen am Freitag sowie in der Nacht zum Sonntag wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Polizei ermittelt zu den jeweiligen Geschehnissen.
+++ Hamburg: Sicherheitsmitarbeiter am S-Bahnhof gebissen und verletzt +++
Ein 18-Jähriger hat in der Nacht zum Sonntag am S-Bahnhof Reeperbahn einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes angegriffen. Zuvor soll er mehrere Frauen am Bahnsteig belästigt und sich in der Nähe des Gleisbereichs auf den Boden gelegt haben. Während des Einschreitens trat, schlug und biss der Mann einen 38-jährigen Sicherheitsmitarbeiter. Auch gegenüber der Bundespolizei verhielt er sich aggressiv und beschädigte auf dem Revier ein Fenster. Ein Alkoholtest verlief negativ. Wegen drogenbedingter Ausfallerscheinungen wurde der 18-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.
+++ Berlin: Reizgas in Straßenbahn versprüht – elf Leichtverletzte +++
Ein Unbekannter hat am Freitagabend in einer Straßenbahn der Linie 67 in Berlin-Oberschöneweide Reizgas versprüht und dabei elf Menschen leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei war es zuvor in der noch stehenden Bahn zu einem Streit gekommen, nachdem sich der Mann durch Fahrgäste gedrängt haben soll. Zeugen zufolge wurde er beleidigt, geschubst und verlor dabei sein Basecap. Nach dem Aussteigen sprühte der Mann Reizgas in die Straßenbahn und flüchtete unerkannt. Die Ermittlungen dauern an.
+++ Berlin: Radfahrer bei Straßenbahnunfall schwer verletzt +++
Ein 70-jähriger Radfahrer ist am Freitagmorgen in Berlin-Adlershof von einer Straßenbahn erfasst und schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei überquerte der Mann mit seinem Fahrrad die Rudower Chaussee und kreuzte dabei die Gleise. Die Straßenbahn erfasste ihn, wodurch er lebensgefährliche Kopf- und Rumpfverletzungen erlitt. Er kam in ein Krankenhaus. Auch der Straßenbahnfahrer wurde medizinisch betreut, da er unter dem Eindruck des Unfalls stand.
+++ Wer sachdienliche Hinweise zu den genannten Vorfällen oder einem anderen Ereignis hat, kann sich unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 an die Bundespolizei wenden. +++
EVN
