Mit einer neuen digitalen Produktionsstätte steigert PJM die Fertigungskapazitäten für sein WaggonTracker-System. Das Unternehmen setzt dabei auf automatisierte Qualitätskontrolle und durchgängige Rückverfolgbarkeit.
Das österreichische Bahntechnologieunternehmen PJM hat eine neue digitale Produktionsstätte für sein WaggonTracker-System in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau am Standort Graz will das Unternehmen die Fertigungskapazitäten deutlich erhöhen und gleichzeitig neue Standards in der Qualitätssicherung setzen. Die bisher genutzte Produktionshalle soll künftig vor allem für Entwicklung und Prototypenbau eingesetzt werden.
Im Mittelpunkt der neuen Fertigung steht das digitale Gesamtsystem WaggonTracker, das Funktionen zur automatisierten Bremsprobe mit einem umfassenden Monitoring wichtiger Güterwagen-Komponenten verbindet. Nach Angaben von PJM zählt das System zu den technologisch führenden Lösungen im Schienengüterverkehr und soll helfen, Betriebsabläufe effizienter und sicherer zu gestalten.
Ein zentrales Merkmal der neuen Produktionsstätte ist die vollständig digitalisierte Qualitätssicherung. Jeder Fertigungsschritt wird durch digitale Arbeitsanweisungen dokumentiert und bewertet. Zudem erhält jedes produzierte System eine digitale Wagenakte, wodurch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg gewährleistet werden soll.
Für die Qualitätskontrolle setzt PJM auf umfangreiche Testverfahren. Jede einzelne WaggonTracker-Box durchläuft einen 48-stündigen Ausgangstest, bei dem sämtliche relevanten Betriebszustände simuliert werden. Dadurch sollen Funktionalität und Zuverlässigkeit vor der Auslieferung sichergestellt werden.
Darüber hinaus ermöglicht die neue Fertigung eine hohe Flexibilität. Dank modular aufgebauter Produktionslinien können Kapazitäten schnell skaliert und unterschiedliche Projekte mit minimalen Umrüstzeiten bearbeitet werden. Auch die Inbetriebnahme der Systeme erfolgt digital per Tablet und QR-Code.
PJM sieht die Investition als weiteren Schritt in der Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen ist als Systemanbieter im internationalen Schienenverkehr tätig und hat nach eigenen Angaben bereits Projekte in 30 Ländern auf sechs Kontinenten umgesetzt.
EVN
