Verkehrsminister testen Magnetschwebebahn und fordern Förderung innovativer Nahverkehrssysteme

Bei einem Besuch in der Oberpfalz haben Verkehrspolitiker das Transport System Bögl erprobt. Die Magnetschwebebahn gilt als möglicher Baustein für nachhaltigen Nahverkehr und könnte künftig stärker gefördert werden.

Vertreter der Verkehrsministerkonferenz haben bei einem Ortstermin in der Oberpfalz eine Magnetschwebebahn getestet und sich für stärkere Fördermöglichkeiten ausgesprochen. Gastgeber war Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter.

Im Fokus stand das von der Firmengruppe Max Bögl entwickelte Transport System Bögl (TSB), das auf einer Teststrecke in Sengenthal erprobt wird. Das fahrerlose System gilt als leise, emissionsfrei und für den Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr geeignet. Nach Angaben des Herstellers können bis zu 127 Fahrgäste befördert werden, die Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 150 Kilometer pro Stunde.

Die Verkehrsministerkonferenz hatte zuvor den Bund aufgefordert, Magnetschwebebahnen in die Förderkulisse des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes aufzunehmen. Auch Vertreter anderer Bundesländer, darunter Winfried Hermann und Ute Bonde, betonten die Bedeutung innovativer Verkehrslösungen als Ergänzung bestehender Systeme.

Ein möglicher Einsatz wird unter anderem in Bayern und Berlin diskutiert. Eine flächendeckende Einführung gilt jedoch weiterhin als langfristige Perspektive, während zunächst Modellprojekte weitere Erkenntnisse liefern sollen.

EVN