Seit Juli müssen Fahrgäste zwischen Augsburg und Ingolstadt auf Busse umsteigen. Nun scheitert auch der geplante Neustart Mitte November. Ein Wasserproblem macht der Bahn Sorgen.
Auf der Strecke zwischen den Großstädten Augsburg und Ingolstadt müssen Bahnkunden vorläufig weiterhin auf einem Teilstück auf den Bus umsteigen. Die Sperrung zwischen Augsburg-Hochzoll und Dasing könne nicht wie geplant Mitte November aufgehoben werden, teilte die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn mit. Grund dafür sei, dass die Bauarbeiten im Bahnhof Friedberg besonders schwierig seien.
Die DB InfraGO sieht sich derzeit nicht in der Lage, ein neues Enddatum für die Streckensperrung zu nennen. Seit Juli ist der Abschnitt gesperrt. Nach Angaben des Unternehmens stehen noch Prüf- und Genehmigungsprozesse an, weitere Bauarbeiten und anschließend die notwendigen Abnahmen. „Die DB wird daher erst dann einen neuen Termin nennen, wenn dieser auf Grundlage des weiteren Baufortschritts belastbar eingehalten werden kann.“
Zu viel Wasser, das nicht versickern kann
Am Friedberger Bahnhof finden umfangreiche Bauarbeiten für eine Stabilisierung des Gleisuntergrunds, Barrierefreiheit und ein elektronisches Stellwerk statt. Der Untergrund vor Ort sei dabei besonders herausfordernd, hieß es. Insbesondere die Entwässerung der Bahnanlagen bereitet Schwierigkeiten. Es müssten zusätzliche Wassermengen berücksichtigt werden, die in der bisherigen Planung nicht ausreichend erkannt worden seien. „Zudem musste festgestellt werden, dass bis in große Tiefen kein versickerungsfähiger Boden vorhanden ist.“
Vor wenigen Wochen musste ein weiterer Abschnitt zwischen Augsburg und Ingolstadt zusätzlich gesperrt werden. Zwischen Schrobenhausen und Ingolstadt gab es eine Gleisverwerfung, die sofort ausgebessert werden musste. Deswegen musste auch dort vorübergehend Schienenersatzverkehr durch Busse angeboten werden. Reisende zwischen Augsburg und Ingolstadt mussten dreimal umsteigen oder über Ausweichstrecken fahren. Der Zugverkehr auf der Strecke wird von der Bayerischen Regiobahn (BRB) organisiert.

dpa / EVN
