Nach einem schweren Zugunglück in Spanien gibt es viele Tote und Verletzte, mehrere Waggons stürzen einen Bahndamm hinunter. Verkehrsminister Puente nennt die mögliche Ursache für den Unfall.
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Nach einem Zugunglück in Spanien sind mindestens 68 Tote und etwa 50 Verletzte zu beklagen. Bei dem Unfall nahe Urda in der Provinz Toledo waren ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo und ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe kollidiert. Der eine Hochgeschwindigkeitszug sei dem anderen von hinten aufgefahren, beide seien in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen, hieß es.
Minister: „Falsche“ Entscheidung ist Ursache
Nach den Worten von Verkehrsminister Oscar Puente sei die Zugkollision auf eine „unerklärliche“ und „falsche“ Entscheidung in der Bahnleitstelle zurückzuführen. Obwohl das automatische Zugsicherungssystem nach einem Computerausfall noch nicht wieder funktionierte, sei einem der Züge grünes Licht zur Weiterfahrt gegeben worden, sagte Puente.
Bahnverkehr unterbrochen
Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Der Unfall ereignete sich um kurz vor 9.00 Uhr zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo.
Ministerpräsident Sánchez zeigt sich bestürzt
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf X, dass er „bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“ sei. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.

dpa / EVN
