Eine Investition von 9,5 Millionen Euro soll die Fertigung am Standort Wiener Neudorf grundlegend erweitern. Mit einem neuen Stanzzentrum will Traktionssysteme Austria unabhängiger von Zulieferern werden und die eigene Produktion ausbauen.
Der Bahntechnikhersteller Traktionssysteme Austria (TSA) hat in der vergangenen Woche ein neues Stanzzentrum am Unternehmensstandort Wiener Neudorf in Niederösterreich eröffnet. Laut Mitteilung des Unternehmens belaufen sich die Investitionskosten für das Werk 3a auf rund 9,5 Millionen Euro.
In der neuen Anlage sollen zentrale Stanz- und Umformprozesse gebündelt werden. Dadurch will TSA die Fertigungstiefe erhöhen und Produktionsabläufe effizienter gestalten. Künftig könne das Unternehmen seinen gesamten Bedarf an Elektroblechen selbst herstellen; bislang habe die Eigenfertigungsquote bei etwa 20 bis 25 Prozent gelegen.
Mit der für 2027 angekündigten zweiten Stanzmaschine soll die jährliche Produktion auf fünf Millionen Bleche steigen. Das Unternehmen plant außerdem, die Beschäftigtenzahl im Rahmen der langfristigen Standortentwicklung TSA-City von derzeit rund 450 auf 550 bis 2030 zu erhöhen. Nach Unternehmensangaben sollen durch den Wegfall bisheriger Transporte jährlich rund 200.000 Lkw-Kilometer und etwa 200 Tonnen CO₂ eingespart werden.

EVN
