Der bayernweite Wert für die Betriebsqualität im Schienenpersonennahverkehr ist 2025 gestiegen. Laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft trugen vor allem weniger kurzfristige Zugausfälle zur Verbesserung bei.
Die Betriebsqualität im bayerischen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hat sich 2025 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Nach Angaben der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) erreichten die 28 bewerteten Regionalverkehrsnetze durchschnittlich 93,7 von 100 Punkten, nach 92,2 Punkten im Jahr 2024. Ausschlaggebend sei vor allem gewesen, dass im Verhältnis zum geplanten Zugangebot weniger Züge kurzfristig ausgefallen seien.
Das Netz „Franken-Südthüringen“, betrieben von DB Regio, erzielte mit 97,1 Punkten den höchsten Wert. Auf Platz zwei lag das ebenfalls länderübergreifende Netz „Kissinger Stern“ der Erfurter Bahn mit 97,0 Punkten. Die BEG berücksichtigt bei der Bewertung unter anderem Zugfahrquote, Pünktlichkeit, Regelzugbildung und Anschlussquote sowie Unterschiede in der betrieblichen Komplexität der Netze.
Die niedrigsten Werte unter den Regionalverkehrsnetzen verzeichneten laut BEG der „Vorortverkehr München–Buchloe“ mit 85,4 Punkten und das Netz „München-Nürnberg-Express/Ringzug West“ mit 87,8 Punkten. Beide werden von DB Regio betrieben. Nach Angaben der BEG wirkten sich dort insbesondere eine häufig nicht erreichte geplante Sitzplatzkapazität und niedrige Pünktlichkeitsquoten negativ aus.
Bei den separat bewerteten S-Bahn-Netzen erreichte Nürnberg 97,8 Punkte, München kam auf 94,2 Punkte. Ein direkter Vergleich mit den Regionalverkehrsnetzen ist laut BEG nicht möglich, weil bei den S-Bahnen keine Anschlussquoten erhoben werden. Sperrungen, darunter jene auf der Münchner S-Bahn-Stammstrecke, fließen nach Angaben der BEG nicht in die Berechnung ein.

EVN
